14. Schweriner Schloss-Schwimmen 2022

Ein Bericht von Angi

Mitte August hatte ich den Luxus einmal von daheim abgeholt zu werden, um zu einem Freiwasserevent zu gelangen. Der Papa von Jon, unserem jüngsten Freiwasserzuwachs und mittlerweile einem ‚alten Hasen‘ im Open Water Geschäft, begleitete seinen Sprössling und daher war Auto fahren angesagt. Zu früher Morgenstunde stand ich mit prall gefülltem Rucksack (in der Hoffnung nichts vergessen zu haben) am verabredeten Treffpunkt zur verabredeten Zeit.

Pünktlich und gut gelaunt fuhren die beiden Herren vor und los ging die wilde Fahrt. Der eine oder andere treue Leser unserer Ausflugsberichte mag sich nun fragen: Wo war denn der Tobias? Naja, mein Schwimmkumpel trieb sich ‚mal wieder‘ in der Republik rum und stieß erst in Schwerin zu uns.

Ohne Stau oder sonstige Verzögerungen waren wir rasch in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern angekommen. Bei bestem Wetter erfreuten wir uns an dem in der Sonne glänzenden Schloss. Jedoch weniger über die Mitteilung, dass die Sanitärräumlichkeiten erst in zwei Stunden öffneten. Aber wo eine volle Blase ist, ist auch ein Gebüsch.

Danach blieb viel Zeit sich das Wasser zu betrachten. Durch die hohen Temperaturen gleich zu Beginn der Freiwassersaison, waren Verunreinigungen durch z.B. Blaualgen keine Seltenheit. Wie uns vor dem Start vom Sprecher aber mitgeteilt wurde, war die Belastung im See am Schweriner Schloss ‚ganz gering‘ und laut Gesundheitsamt ‚völlig unbedenklich‘. Das sind halt solche Besonderheiten, die einem im Freiwasser immer treffen können. Man muss dann für sich selber entscheiden, ob man das gesundheitliche Risiko in Kauf nimmt oder man lieber auf seinen Start verzichtet. Ein Veranstalter wird nur im äußersten Notfall eine Veranstaltung absagen.

Beim Warten auf den Start vergrößerte sich unsere Gruppe zusehends. Tobias kam mit einem Freund dazu, unser ‚alter Bekannter‘ Gunnar Splittgerber gesellte sich mit seinem Lebensgefährten zu uns und schon waren wir ein lustiger Haufen, mit dem die Zeit wie im Flug verging. Zwischendurch hielt ich immer mal wieder Ausschau nach unserem ehemaligen Fachwart Schwimmen Andreas Sander. Der ließ aber auf sich warten.

Und auf einmal ging alles ganz schnell. Die Kinder waren mit ihrem ‚kleinen Schlossschwimmen‘ fertig und wir waren an der Reihe. Also alle unnötigen Klamotten ausgezogen, Schwimmbrille noch dreimal kontrolliert, 1-2 Badekappen aufgesetzt und ein wenig nach vorne gedrängelt im Pulk der Teilnehmer. Dann ging es auch schon zu Wasser. Die Temperatur war sehr angenehm und erfrischend und daher war es auch nicht schlimm, dass wir ein wenig auf den Start im Wasser verharren mussten.

Als das Startsignal kam, versuchte ich wie immer an der Seite von Tobias zu bleiben. Leider drängelten sich einige Sportler unsanft dazwischen und so schwamm jeder für sich alleine. Nach ¾ der Strecke erblickte ich endlich Tobias schräg vor mir und legte noch mal an Tempo zu um mit ihm gleichzuziehen. Leider erkannte er mich nicht und vermutete in mir einen ernstzunehmenden Konkurrenten. Daher zog auch er sein Tempo an und so fighteten wir beide ins Ziel. Nur wenige Sekunden nach ihm rannte ich nach gut 2 km die Rampe hoch. Gunnar war natürlich weit vor uns im Ziel und auch Jon hatte uns ein weiteres Mal haushoch geschlagen.

Nun warteten wir noch auf die Ergebnisse um festzustellen, ob einer von uns aufs Treppchen kam. Auch in diesem Jahr waren wir erfolgreich und konnten unsere Vereinsfarben bei der Siegerehrung präsentieren. Zwischenzeitlich war auch Andreas angekommen, leicht lädiert vom Grillabend am Vortag ;D

Auf jeden Fall konnten wir drei sehr stolz auf unsere Leistungen sein. Wieder einmal hatten wir ein tolles Event erlebt und erfolgreich beendet.

  • Jon Schäfer 32:31, 10. männlicher Teilnehmer, 2. Platz in der AK MJA
  • Tobias Kowalski 37:14, 39. männlicher Teilnehmer, 6. Platz in der AK M40
  • Angi Miksch 37:25, 29. weibliche Teilnehmerin, 2. Platz in der AK W50

Nach der Siegerehrung machten wir uns, diesmal mit Tobias, gleich auf den Heimweg und so hatten wir auch auf der Heimfahrt Glück und mussten nirgends im Stau stehen.

Der nächste Wettkampf stand schon 14 Tage später auf dem Plan. Diesmal wieder auf die Insel Rügen.

Angi