Berliner Kurzbahn-Meisterschaften der Masters 2018

Berliner Kurzbahn-Meisterschaften der Masters 2018

21. November 2018 Masters

Berliner Kurzbahn-Meisterschaften der Masters

Wenn morgens um 5:30 Uhr an einem grauen Novembermorgen der Wecker klingelt, fragt man sich schon einmal, ob man sich für den richtigen Sport entschieden hat. Man wird langsam wach, dreht sich noch das eine oder andere Mal im warmen Bett um und bewältigt widerstrebend die größte Kraftanstrengung des Tages, das Aufstehen! Man schleppt sich ins Bad, macht sich mit Katzenwäsche frisch, mehr braucht es nicht, man badet und duscht ja später eh noch öfter. Etwas munterer schmeißt man sich in bequeme Sachen und schlurft in die Küche. Frühstück steht an! Soll es vorm Wettkampf etwas Besonderes sein? Oder doch lieber alles wie immer? Man entscheidet sich für ‚alles wie immer‘, ob aus Faulheit oder weil man weiß, dass es einem bekommt sei mal dahingestellt. Wenn andere noch schlafen, verdrücken wir bei noch nachtschwarzem Himmel unser Müsli mit Obst. Auf neudeutsch heißen Haferflocken jetzt Porridge, sind genauso gesund und schmecken auch wie früher. Hört sich nur besser an. Also ran ans Porridge und satt werden.

Tasche packen? Wenn man super gut ist, hat man das am Vorabend schon erledigt. Wenn man jedoch bis 22 Uhr in der SSE Training hatte und erst gegen 23 Uhr daheim war, sind die Badelatschen immer noch feucht und der Trainingsbadeanzug, den man gerne zum Einschwimmen nehmen wollte ebenfalls. Auch das Vereinsshirt könnte noch unter einem Anfall von Feuchtigkeit leiden. Man gut das der Trend zum Zweitshirt geht.

Während man seinen Kaffee austrinkt überlegt man, was man vergessen haben könnte. Zweite Schwimmbrille? Falls die erste doch nicht passt (es handelt sich um zwei identische Modelle, also ist die Sorge eigentlich völlig unbegründet)! Zweite Badekappe? Falls die eine reist! Zweiter und dritter Wettkampfanzug? Man wechselt ja zwischen den Wettkämpfen damit man wieder warm wird und trocken. Socken und lange Hose? Nicht das einem frisch wird zwischen den Einsätzen. Trainingsjacke für obenrum. Meldeergebnis eingepackt? Dann kann man noch um die zwanzigmal schauen wann man schwimmt! Wettkampf 3, Lauf 2, Bahn 6 das erste Mal. Duschzeug? Ist noch vom Trainingsvortag im Rucksack! Handtücher? Ja, aber wie viele? Reichen zwei? Zwei Handtücher eingepackt! Ach, ein kleines drittes kann nicht schaden. Welcher Wettkampf (WK) war das noch mal? Und in welchem Lauf (L)? WK 3, L 2 oder 3? WK 3, L 2, B 6!! Essen und Trinken eingepackt? Ein Kaffee falls es länger dauert. Und was anständiges Herzhaftes, z.B. eine Stulle / Brötchen. Und noch etwas Süßes, falls man Appetit bekommt oder sich belohnen will oder man traurig über eine schlechte Zeit ist. Apropos schlechte Zeit: wann schwimme ich nochmal?  WK 3, L 6, B 2? Nein, WK 3, L 2, B 6!!!

Jetzt müsste aber wirklich alles in der Tasche sein. Zumindest fühlt sie sich sehr schwer an. Ach Mensch, Münzen für den Schrank? Ja klar, hatte man ja gestern schon!

Rucksack ist voll, Magen auch und Kopf noch mehr. Warum ist man eigentlich so aufgeregt? Da wird man alt wie ein Stein und der Magen krampft immer wieder zusammen. So etwas Blödes! Egal, keine Zeit mehr für langes Philosophieren, es ist Zeit zum Gehen. Schnell noch einmal aufs Klo. Welche Bahn war das im 3. Lauf? WK 3, L 2, B 6!!!! Ist doch logisch, haste jetzt schon 786 mal nachgeschaut. Jetzt aber wirklich los…..

Angi, Annett, Sabine, Jörg, Dirk, Heinz, Noah

In der Halle ist alles wie immer. Teilweise ein Kampf um freie Schränke. Diesmal hatten die Bäderbetriebe allerdings kurz zuvor die Schränke in den Umkleiden, die gerne von Sportlern blockiert werden, die öfter in der Woche in der SSE trainieren, geräumt und so findet man in der Umkleide seinen Platz. Umziehen und ab in die Wettkampfarena. Jeder Verein versucht den für sich besten Platz am Becken zu ergattern. Schnell ein oder zwei Bänke herholen, damit man auch mal sitzen kann, zum Revier markieren die Vereinsfahne aufgehängt und fleißig Sachen auf den Sitzgelegenheiten verteilen. Auch das Meldeergebnis. Da war ja noch was: Schnell noch einmal nach WK und L und B geschaut (und ich rede hier nur von einem Start. Wir starten ja so 2 bis 5 mal. Das heißt, wir schauen das für jeden Start nach. Ehrlich!!!)

So langsam trudelt der Rest der Mannschaft ein. Nun kann man auch ans Einschwimmen denken. Brille und Kappe geschnappt und ab Richtung Beckenrand. Die leerste Bahn gesucht und rauf da. Lockeres Einschwimmen mit wechselnden Lagen. Wenden üben. Wettkampflage antesten. Startsprung absolvieren. Klappt alles, Wasser ist wie immer noch nass. Raus, abtrocknen, umziehen, rein in die Wettkampfbekleidung. Warten auf den Start. W 3 L 2 B 5 oder 6? W  3 L 2 B 6!!!! Es war immer B 6. Es wird auch B 6 bleiben. Menno, merk dir das doch einfach mal.

Anfeuern, schwimmen, ausschwimmen, umziehen, anfeuern, schwimmen, ausschwimmen, umziehen, anfeuern…… Ach, und zwischendurch ein Gruppenfoto.

Noah und Jana

Andreas, Heinz, Sabine, Jörg, Jana, Angi, Noah, Dirk

Wettkampf geschafft. Lief doch alles ganz gut. Die Nervosität legt sich nach dem ersten Start ein wenig, aber nie ganz. Man freut sich über gute Zeiten und Platzierungen. Man ärgert sich über schlechte Zeiten und fragt sich, was man im Training anders hätte machen sollen. Zwischendurch oder am Ende die Siegerehrungen. Dann hat man es endlich geschafft und ist froh, dass man noch ein paar Stunden vom Sonntag hat. Schnell nach Hause, die nassen Sachen aufhängen und gaaaaanz viel leckere Sachen gegessen.

Und dann geht es schon wieder von vorne los. Beim nächsten Training die Vorbereitung auf den nächsten Wettkampf. Schwimmen, schwimmen, schwimmen….

Wir gratulieren den Berliner Meistern Andreas (3 x 1. und 2 x 2. Platz) und Noah Eubanks, sowie den Vizemeistern Jana, Annett, Heinz und Angi und allen Platzierten. Schön das ihr euch mal wieder einen Tag am Wochenende Zeit genommen habt um unseren Verein in einer Meisterschaft zu vertreten.

Angi

Hier noch unsere Ergebnisse im Einzelnen:

Jana Miksch                AK 30                50 m Freistil              0:31,89           2. Platz

50 m Schmett           0:35,93           2. Platz

 

Annett Schwabe         AK 45              100 m Schmett           1:43,83           2. Platz

100 m Brust                1:36,09           4. Platz

100 m  Lagen              1:32,49           5. Platz

 

Angi Miksch                AK 50            100 m Schmett           1:51,45           2. Platz

50 m Schmett           0:44,25           2. Platz

 

Noah Eubanks            AK 25           100 m Schmett           1:08,49           1. Platz

100 m Lagen               1:10,20           3. Platz

50 m Schmett           0:28,98           5. Platz

 

Andreas Molitor         AK 55          100 m Brust                1:18,71           1. Platz

100 m Lagen               1:11,49           1. Platz

100 m Rücken            1:11,65           1. Platz

100 m Freistil             1:03,44           2. Platz

200 m Freistil             2:24,99           2. Platz

 

Dirk Lindemann          AK 45        100 m Brust                1:29,31           3. Platz

200 m Freistil             2:45,59           5. Platz

 

Heinz Hübner             AK 80        50 m Rücken             0:46,04           2. Platz

 

Jörg Franzke               AK 55        100 m Brust                1:44,11           5. Platz

50 m Brust                0:47,09           4. Platz

Berliner Meister Noah Eubanks……..  Herzlichen Glückwunsch!