Der Job als Trainer – ein Spagat zwischen harter Arbeit und Liebe

Ein Bericht von Angi

Ich liebe meinen „Job“ als Trainer und würde mich freuen, wenn einige Eltern ein stärkeres Bewusstsein für die Tätigkeit am BEckenrand bekommen.
Mit 8 € Mitgliedsbeitrag, die die Eltern für ihr Kind an unseren Verein im Monat (nicht an den Trainer!) zahlen, bekommen sie nämlich viel mehr: Sie bekommen einen engagierten Trainer, der Trainingseinheiten, Wettkämpfe, Trainingslager und Vereinsfahrten plant und zudem Ansprechpartner für Eltern und Kinder ist, auch wenn es mal nicht ums Schwimmen geht.

Das Training, in der Regel 2x in der Woche, wenn es nicht gerade um die Nichtschwimmerausbildung geht, besteht nicht nur aus diesen 45-60 Minuten, sondern auch um die Vorbereitung im Kopf, die Anfahrt, das Trainingsmaterial bereitzustellen, Training geben, Trainingsmaterial einsammeln und wieder wegpacken, Gespräch führene, Nacharbeit und den Weg nach Hause, bei dem man oft schon das nächste Training plant.

Ich beispielsweise, bin für unseren Verein 4x die Woche in drei verschiedenen Hallen, teilweise bin ich sogar an einem Tag in zwei unterschiedlichen Hallen. Insgesamt ergibt das bei mir über 13 Stunden alleine in der Halle, hinzu kommen jeweils An- und Abfahrt, Erstellung von Trainingsplänen und Gruppenlisten. Zudem kommen noch reichlich Aufgaben als Fachwartin Schwimmen hinzu wie Mailverkehr, Sitzungen, Fortbildungen und Veranstaltungen von unterschiedlichen Organisationen. Zweimal in der Woche bin ich erst nach 23 Uhr vom Training daheim.

Zusätzlich kommt die Kommunikation mit anderen Trainern, Vereinen und Verbänden per Telefon, Mail, WhatsApp und Brieftaube hinzu. Das macht noch einmal ein paar Stunden mehr pro Woche.

Doch auch wenn ich die Arbeit sehr gerne mache, muss sie jemand erledigen, denn nur so funktioniert eine ordentliches Vereinsarbeit!

Und das alles für 8 € im Monat. Ein wahres Schnäppchen! Okay, die Motivationen der Trainer (Warum mache ich das?), sind von Trainer zu Trainer unterschiedlich. Es gibt:

  • den Trainerpapa / die Trainingsmama
  • den Hobbytrainer
  • den Herzbluttrainer
  • den Erfolgstrainer
  • den sozial engagierten Trainer ohne eigenes schwimmendes Kind
  • und, und, und…

Doch alle haben eins gemeinsam! Sie machen es EHRENAMTLICH und mit Leidenschaft.

Doch was bedeutet ehrenamtlich eigentlich? Für die, die es nicht wissen: Ein Ehrenamt bedeutet, sich für etwas zu engagieren ohne wirkliche Bezahlung.

Ich liebe diesen „Job“ und die, die ich kenne, ebenfalls. Bitte behandelt meine Trainerkollegen nicht wie eure Angestellten oder als Dienstleister des Vereins. Wir sind für eure Kinder da und genauso wie Eltern das Beste für ihre Kinder wollen, wollen wir auch das Beste für eure Kinder.

Ich möchte mit diesem Bericht zum Nachdenken anregen und mich zusätzlich bei den Eltern bedanken, die mir immer wieder Mut machen und sich bei uns engagieren.
Aber mein größter Dank geht an meine Trainerkollegen. Die so wie ich, immer wieder in die Halle kommen und für eure Kinder da sind. DANKE!

Angi

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