MV Allrounder Teil 2

MV Allrounder Teil 2

28. August 2018 Wettkämpfe

MV Allrounder Teil 2

 

Unser zweiter Freiwasserwettkampf dieses Jahr führte uns nach Rostock. Wir wollten am 28.07.2018 beim Warnowschwimmen im Rostocker Hafen über 2,5 km an den Start gehen und damit unsere zweite Teilnahme am Allrounder sichern.

Es hieß mal wieder sehr früh aufstehen um die Bahn nach Rostock um 6:20 Uhr ab Hauptbahnhof zu erwischen. Auf der Fahrt konnten wir uns schon auf das frische Wasser freuen. Im Juli waren die Temperaturen schon lange über 30 Grad und daher das Wasser zwar wärmer als im Vorjahr aber hoffentlich noch eine Abkühlung. Zumindest eine gut klimatisierte Bahn war für uns sehr angenehm. In Rostock am Hauptbahnhof angekommen, legten wir den Rest der Strecke zu Fuß zurück. 30 Minuten Fußmarsch haben noch niemanden umgebracht, auch nicht mit Gepäck. Wir hatten bis zum Start noch ausreichend Zeit und konnten ein wenig bei den Aufbauarbeiten zuschauen.

Im Gegensatz zum letzten Jahr gab es diesmal über die gesamte Strecke die Bojen in einer Farbe. 2017 wusste ich nie, ist das eine Strecken- / Wendeboje oder doch eine, die eh immer im Hafen rumliegt. Zumindest an der Stelle ein großes Lob an den Veranstalter. Was wieder nicht vorhanden war, war eine Möglichkeit der Taschenaufbewahrung. Es ging uns ja nicht darum, dass unsere Rucksäcke verschlossen aufbewahrt werden, aber zumindest unter ein wenig Aufsicht im Zelt wäre toll. So fragten wir eine Zuschauerin, deren Gatte mitschwamm, ob sie ein Auge auf unser Hab und Gut haben könne. Zum Glück sind Sportler untereinander sehr hilfsbereit und so hatten wir eine Hüterin unserer Schätze gefunden.

Nach der Abholung unserer Startunterlagen und dem Ergattern des zweiten Stempels für den Allrounder, genossen wir noch ein wenig die Sonne und freuten uns bei zunehmender Hitze auf das kühle Nass.

Das Gerangel bei Start war uns inzwischen zur Genüge bekannt und regte uns kaum mehr auf. Insbesondere weil meiner Auffassung nach dieses Jahr weniger Teilnehmer am Start waren, aber das mag täuschen. Nach der ersten Wendeboje zog sich das Feld etwas in die Länge, so dass man relativ entspannt die Strecke zurücklegen konnte. Allerdings verlor ich auch auf diesem besagten Streckenabschnitt Tobias aus dem Blick und zog ab da alleine meine Meter. Nach der letzten Wendeboje durfte man zielstrebig Richtung Hafenmauer und Start / Ziel schwimmen. Dennoch kommt es einem gefühlt ewig vor, bis man den erlösenden Zielanschlag tätigen konnte. Da doch wieder einiges an Algen unterwegs war, freute ich mich über die zwei kalten Duschen, die ein paar Meter weiter für uns Schwimmer aufgestellt waren. Inzwischen war auch Tobias im Ziel und wir waren beide wieder sehr stolz über unsere Leistung.

Die Siegerehrung konnten wir leider nicht mehr abwarten, da unser Zug gen Berlin schon für 14:15 Uhr gebucht war. Also machten wir uns nach einer Stärkung mit ganz viel Obst und etwas Nudeln langsam auf den Rückweg zum Hauptbahnhof. Wegen der hohen Lufttemperaturen fuhren wir mit der Tram. Entgegen meiner festen Überzeugung ohne Fahrkarte zu fahren, blieb mir leider nichts anderes übrig. Der Automat wollte keine Scheine oder Münzen und auch die Kartenzahlung verweigerte er strickt. Nach drei Versuchen gab ich es auf und fuhr ohne Ticket. Ich glaube auf meiner Stirn blinkte ganz groß in Leuchtbuchstaben das Schild: Schwarzfahrer Lzu Recht! Zum Glück gab es keine Kontrolle und so konnten wir ohne Probleme den Bahnhof erreichen. Noch eine kleine Stärkung beim nahe gelegenen Bäcker und dann ging es auch schon wieder heimwärts. Auf der Heimfahrt besprachen wir schon die Anreise für das nächste Event und freuten uns auf Waren.

Fortsetzung folgt…

Angi