Norddeutsche in HH im Freiwasser

Norddeutsche in HH im Freiwasser

25. September 2019 Wettkämpfe 0

Offene Norddeutsche Freiwassermeisterschaften

Hamburg 17.08.2019

Als es um die Planung für unsere Wettkämpfe ging, sagte Tobias, er möchte unbedingt am 18.08. durch den Müggelsee schwimmen. Ich hatte mir vorgenommen am 17.08. in Hamburg die NDM zu absolvieren. Also schlossen wir beide ein Kompromiss: Samstag in der Hansestadt und Sonntag in der Heimatstadt.

 

Wir reisten beide am Freitag an, diesmal schon auf dem Hinweg getrennt. Mein Stammplatz war im Flixbus, Tobias erster Klasse per Bahn. Jeder wie er mag und kann…

Da wir beide an unterschiedlichen Orten nächtigten, verbrachten wir auch den Freitag noch getrennt. Ich machte Hamburg unsicher und freute mich zum x-ten Mal über den Hafen und die Speicherstadt. Per modernster Technik, WhatsApp, planten wir eine gemeinsame Ankunft am Allermöher Deich, dem Landesleistungszentrum und Olympiastützpunkt fürs Rudern an der Dove Elbe.

Dies gelang uns zwar nicht ganz, aber wir fanden auf dem großen Gelände trotzdem zueinander. Da ich vor Tobias vor Ort war, konnte ich schon einen Blick auf die Stecke werfen und unsere Startunterlagen organisieren. Zum Glück hatte alles trotz einiger Unstimmigkeiten im Vorfeld geklappt und wir konnten unsere Transponder, diesmal musste jeder zwei tragen, und Badekappen in Empfang nehmen. Alles war sehr professionell. Tobias bekam seine neue Glückszahl, die 137 (die 1, weil er unser Nummer 1 ist und die 37 für sein immerwährendes Alter… die Interpretation basiert ausschließlich auf meine Fantasie) auf einer grünen Badekappe für die Jungs und wir Mädels hatten ein freundliches BSR orange.

 

Mit den NDM fanden zeitgleich die Freiwassermeisterschaften der Landesverbände Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen statt. Aus Berlin waren neben uns noch Aqua, Siemensstadt und Neukölln am Start. 4 weibliche und 4 männliche Sportler stellte die Hauptstadt.

Die Damen starteten in 3 Läufen à 50 – 60 Sportlerinnen über 2500 m. Los ging es bei uns um 10:15 Uhr. So hieß es ab 9 Uhr mit den kulinarischen Vorbereitungen zu beginnen. Eine Banane und ein Powerriegel warteten schon auf ihren Verzehr. Noch etwas Magnesium für den Geschmack und zwischendurch mal zum Zahlen aufmalen. Diesmal wieder sehr ausführlich: beide Schulterblätter, beide Oberarme und beide Handrücken. Zusätzlich zu den Transpondern wohlgemerkt. Aber gut, es war ja auch eine amtliche Veranstaltung. Tobias hatte etwas mehr Zeit, sein Start war auf 12 Uhr festgelegt. Bei den Starts wird nicht darauf gewartet, dass der erste Lauf wieder da ist, sondern so gestartet, dass man sich nicht in die Quere kommt. Da es sich um einen Rundkurs handelte, der von uns 2,5 km Absolventen zweimal umrundet werden muss, war das sehr übersichtlich.

Eine Viertelstunde vor dem Start mussten wir uns im Vorstartzelt einfinden und nach einer kurzen Einweisung ging es die Rampe runter zum Steg. Gestartet wurde aus dem Wasser, mit einer Hand am Steg. Alles ging streng nach Kommando, Pfiff, Fahne etc. Da wir auf der sonstigen Ruderstrecke unterwegs waren, lagen dort auch noch diese kleinen Bojen auf unserer Strecke, so fiel es einem noch leichter, eine gerade Strecke zu schwimmen. Allerdings fand ich die Teile so klein, dass ich sie mir vier- bis fünfmal gegen den Schädel hämmerte.

Das Wasser war kühl aber angenehm sauber und es ließ sich gut schwimmen. Da man im Kreis schwamm, konnte man die Streckenlänge ein wenig einschätzen. Allerdings war ich auf meiner zweiten Runde von zwei Schwimmerinnen so eingekeilt, dass ich es einfach nicht schaffte, mich freizuschwimmen. Auch mein beherzter Endspurt half mir nicht aufs Treppchen. So reichte es für mich in meiner AK leider nur für den undankbaren 4. Platz mit einer Zeit von 44:23,70. Aber es geht halt leider nicht immer rauf aufs Treppchen. Während ich im Wasser war, regnete es zeitweise ziemlich stark. Auch der Wind tat sein übrigens, dass die Temperaturen einen eher an Herbst statt an Sommer denken ließen. So war ich sehr glücklich, dass Tobias mich mit einem großen Handtuch an Land begrüßte.  Nach einer warmen Dusche ging es mir schon wieder besser und die warmen Anziehsachen taten ihr übriges.

Nun ging es auf den Start von Tobias zu. Gleiches Procedere: Vorstartzelt, Einweisung, Rampe, Steg, Wasser und Start. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr wusste ich ungefähr einzuschätzen, wann Tobias das Ziel erreicht. Und das passte auch. Da konnte ich ihn anhand seines Schwimmstils auch schon beim Zieleinlauf erkennen. Mit einer passablen Zeit von 49:24,38 schlug Tobias als 5. In seiner AK an. Natürlich revanchierte ich mich mit dem Handtuch und hielt diesmal ihm das trockene Stück Stoff hin.

Nachdem auch er wieder sauber und trocken war, machten wir uns langsam auf den längeren Rückweg. Mit einem kurzen Sprint erreichte Tobias noch den ICE am Hauptbahnhof in Hamburg und war somit daheim, bevor mein Flixbus überhaupt losfuhr. Aber obwohl mein Bus aus Kiel kam, sogar mit Stau und Verspätung, war ich super pünktlich um 20:15 Uhr wieder in Berlin und froh über meine Couch und das Bett. Schließlich hieß es am nächsten Morgen gleich wieder früh raus, wir wollten ja 3,5 km über den Müggelsee schwimmen.

Wie es weitergeht, könnt ihr im nächsten Bericht lesen.

Angi