Ferien? Ja. Schwimmpause? Auf keinen Fall! 

Sommerferien in Berlin – während andere die Füße hochlegen, haben unsere Delphine lieber die Flossen ins Wasser gesteckt. 

Mit Beginn der Sommerferien endete zwar das reguläre Training, aber auf Schwimmen verzichten? Für unsere Delphine natürlich keine Option. Deshalb gab es auch in diesem Jahr wieder ein buntes Ferienprogramm für Kinder und Erwachsene – im Plötzensee und im Freibad Seestraße. 

Spiele, Spaß und ein bisschen Mut im Plötzensee 

Für die Kinder hieß es freitags: „Spiel und Spaß im und am Wasser“. Zwischen zwei und elf Kinder waren jeweils dabei und sorgten dafür, dass am Plötzensee garantiert keine Langeweile aufkam. 

Und einige wuchsen dabei regelrecht über sich hinaus. Wer vor den Ferien noch eher vorsichtig ins Wasser stieg, sprang plötzlich vom Steg in den See. Andere tauchten in 1,80 bis 2,10 Meter Tiefe nach Sand – und sogar der Versuch, ganz mutig „ohne Schloris“, also ohne Schwimmhilfe, zu schwimmen, wurde unternommen. 

Besonders sehnsüchtig wurde auf das „Farbenspiel“ gewartet. Kaum war es angesagt, ging der Spaß los – und die Begeisterung war bei den Kindern groß. Wie war das nochmal, bei „schwarz“ auf den Rücken legen und die Füße aus dem Wasser (Badewanne), bei „blau“ rechtsrumdrehen und bei „lila“ ein Seitwärts-Delphinsprung?  

Nicht alle konnten sich allerdings mit dem Plötzensee anfreunden. Gerade die kleineren Kinder waren teilweise nur einmal dabei. Der Grund? Der See sei „zu dunkel“. Verständlich – schließlich sieht man in der Schwimmhalle den Boden deutlich besser und weiß, wohin man schwimmt. Auch anstupsende Fische sind im Becken seltener.  

Auch mittwochs wurde im Plötzensee geschwommen, hier hatte hauptsächlich Dirk den Hut auf. Eine ganz besonders treue Schwimmerin war Misheel: Sie war jedes Mal dabei und ließ tatsächlich keinen einzigen Trainingstag aus. 

Ferienprogramm für die Großen 

Auch die erwachsenen PSV-Delphine mussten in den Ferien nicht auf ihr Training verzichten. Jeden Dienstag und Mittwoch trafen wir uns im Freibad Seestraße. Nachdem die Öffentlichkeit Schluss gemacht hatte, gehörte das Bad uns.  

Dienstags war die Trainings- und Leistungsgruppe an der Reihe. Auf drei 50-Meter-Bahnen konnten bis zu 26 Schwimmerinnen und Schwimmer trainieren. Mittwochs kam die Freizeitgruppe dazu, die auf den 25-Meter-Bahnen ihre Runden drehte. 

Für die Trainer war das allerdings durchaus eine kleine Herausforderung: Unterschiedliche Schwimmniveaus, gemeinsame Bahnen ohne Leinen und dazu ein gemeinsamer Trainingsplan – da war beim Einteilen durchaus ein bisschen Kreativität gefragt. Oder, wie es Sabine und Jörg formulierten: „Spannend, die unterschiedlichen Schwimmniveaus gemeinsam auf den nicht einzeln mit Leinen abgeteilten Bahnen auf einen gemeinsamen Trainingsplan einzunorden.“ 

Und dann war da noch das Rückenschwimmen unter freiem Himmel. Für einige eine durchaus „denkwürdige Erfahrung“ – schließlich bekommt man beim Blick nach oben nicht unbedingt die beste Orientierung darüber, wo man eigentlich gerade hinschwimmt und die Schädelfestigkeitstests waren nicht immer angenehm.  

Trotz kleiner logistischer Herausforderungen hatten alle viel Spaß und genossen die wöchentlichen Schwimmtreffs unter freiem Himmel. 

22 Grad? Für Delphine kein Problem! 

Sommerwetter? Nun ja. Das Berliner Wetter hatte offenbar andere Pläne. An manchen Tagen zeigte das Wasserthermometer gerade einmal 22 Grad. Trotzdem wurde fleißig weitergeschwommen, trainiert und an der Technik gefeilt. Auch die Freizeitschwimmer waren regelmäßig dabei und versuchten, die Tipps und Ratschläge aus dem Training direkt ins Wasser zu bringen. 

Am Beckenrand gab es dabei ebenfalls einiges zu erleben. In der ersten Woche konnten wir noch gemütlich die schönen Sonnenuntergänge genießen. Später hingen die Wolken allerdings deutlich tiefer – und wenn es dann auch noch regnete, wurde es am Beckenrand schnell ziemlich dunkel. 

Viele Schwimmer störte das wenig. Regen? Egal. 22 Grad? Geht schon. Ferien? Erst recht kein Grund, das Training ausfallen zu lassen. Andere Schwimmer hatten schon blaue Lippen beim puren Gedanken an 22 Grad und bevorzugten die heiße Sommerperiode mit 27 Grad Wassertemperatur.  

Ein ganz besonderer Dank geht auch hier an alle, die Aufsichten am Beckenrand übernommen haben – und dafür sorgten, dass die Trainer sich zwischendurch selbst ins Wasser stürzen und unter das „Bahnenvolk“ mischen konnten. 

Ein großes Dankeschön an alle Kinder, Eltern, Trainerinnen, Trainer und natürlich an alle Schwimmerinnen und Schwimmer, die das Ferienschwimmen mit Leben gefüllt haben. 

Manuela Banisch